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Die Carmichael-Funktion λ ist eine zahlentheoretische Funktion, die sehr eng mit der Euler-Funktion φ(n) zusammen hängt. Wie diese hat λ eine tiefe Beziehung zu Primzahlen und zu der Ordnung ganzer Zahlen. Der Name der Funktion geht zurück auf den US-amerikanischen Mathematiker Robert D. Carmichael (1879-1967) (s. auch hier). Die Definition der Carmichael-Funktion λ: IN → IN ist einigermaßen kompliziert: Ist die Primfaktorzerlegung von n gegeben durch n = p1a1 ... pkak, so gilt λ(n) = kgV[λ(p1a1), ..., λ(pkak)], wo
(kgV = kleinstes gemeinsames Vielfaches). Ein Beispiel möge die Formel etwas erläutern: Sei n = 12, mit der Primzahlzerlegung 12 = 22·3; dann ist λ(12) = kgV[λ(22), λ(3)], mit λ(22) = 1 und λ(3) = 2, also λ(12) = 2. Mit entsprechendem Aufwand ermittelt man die folgende Wertetabelle für die ersten natürlichen Zahlen (zum Vergleich sind die Werte der Euler-Funktion φ mit aufgeführt):
Eine der Eigenschaften der Carmichael-Funktion, die der Tabelle zu entnehmen ist, lässt sich für allgemein jede natürliche Zahl n beweisen: Der Wert der Carmichael-Funktion λ(n) teilt stets den Wert der Euler-Funktion φ(n), in Symbolen λ(n) | φ(n). Der Wert der Carmichael-Funktion für eine Primzahl p ist vergleichsweise einfach zu ermitteln: λ(p) = p - 1 (p prim). (Beachten Sie dass in diesem Fall λ(p) = φ(p).) Z.B. ist λ(7) = 6, oder λ(13) = 12. Ist n das Produkt zweier Primzahlen p und q, n = pq, so gilt λ(pq) = kgV(p-1, q-1). Beispiel: λ(15) = kgV(3-1, 5-1) = 4. Ferner gilt der folgende wichtige Satz. Satz von Carmichael. Für zwei natürliche teilerfremde Zahlen m, n gilt mλ(n) = 1 mod n. Für festes n ist λ(n) der kleinste Exponent mit dieser Eigenschaft für alle m ∈ IN.
Sie können hier ein Applet Literatur
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